Halma vs. Chinesisches Halma – Unterschiede und alle Varianten

Halma und Chinese Checkers werden oft verwechselt – sind aber zwei unterschiedliche Spiele. Hier lernst du die Unterschiede und alle bekannten Halma-Varianten kennen.

Was ist klassisches Halma?

Das klassische Halma wurde 1883 von George Howard Monks erfunden und spielt sich auf einem quadratischen 16×16-Brett. Zwei oder vier Spieler versuchen, ihre Steine aus einer Ecke in die diagonal gegenüberliegende Ecke zu bringen. Die Züge erfolgen als Schritte (ein Feld) oder Sprünge (über benachbarte Steine, auch als Kettensprung). Es gibt kein Schlagen. Das Spiel ist ein reines Renn- und Positionsspiel.

Was ist Chinesisches Halma (Chinese Checkers)?

Chinesisches Halma (Chinese Checkers, auch Sternhalma) wurde 1892 als Abwandlung des Halmaspiels entwickelt – ironischerweise nicht in China, sondern in Deutschland (unter dem Namen „Stern-Halma"). Das Spielfeld ist ein sechszackiger Stern auf einem hexagonalen Raster. Sechs Spieler können gleichzeitig spielen, jeder von einem Zacken des Sterns zum gegenüberliegenden.

Die Grundmechanik ist ähnlich: Schritte und Sprünge (inkl. Kettensprünge). Allerdings gibt es beim Chinesischen Halma keine diagonalen Felder im Startbereich der Sternzacken – das Brett ist hexagonal aufgebaut, was andere Bewegungsmuster ergibt.

Der direkte Vergleich

Spielfeld Klassisches Halma: Quadratisch, 16×16 Felder. Chinese Checkers: Sternförmig, hexagonales Raster mit 6 Zacken.
Spielerzahl Klassisches Halma: 2 oder 4 Spieler. Chinese Checkers: 2, 3, 4 oder 6 Spieler.
Steineanzahl Klassisches Halma: 13–19 Steine pro Spieler (je nach Variante). Chinese Checkers: 10 Steine pro Spieler.
Bewegungsrichtungen Klassisches Halma: 8 Richtungen (inkl. Diagonal). Chinese Checkers: 6 Richtungen (hexagonales Raster, keine diagonalen Züge).
Spielziel Beide: Alle Steine in die gegenüberliegende Ecke/Zacke bringen. Wer zuerst fertig ist, gewinnt.

Weitere Halma-Varianten

Mini-Halma (8×8-Brett)

Für schnellere Partien oder mit jüngeren Spielern eignet sich das Mini-Halma auf einem 8×8-Brett (dem Standard-Schachbrett). Jeder Spieler hat weniger Steine und die Partie dauert deutlich kürzer. Die Regeln sind identisch mit dem klassischen Halma.

Viereck-Halma (4 Spieler)

Beim Viereck-Halma spielen genau vier Spieler auf dem 16×16-Brett. Jeder besetzt eine Ecke. Es gibt zwei Möglichkeiten: Jeder Spieler spielt für sich (Individualmodus) oder je zwei Spieler bilden ein Team (Partnermodus). Im Partnermodus hilft man dem Teampartner, seine Steine ans Ziel zu bringen, indem man Brücken baut, über die er springen kann.

Springhase

Der Springhase ist eine einfachere Kindervariante des Halmaspiels mit weniger Steinen und kleinerem Brett. Die Grundregeln bleiben gleich, aber das Spiel ist deutlich kürzer und einfacher – ideal für Kinder ab ca. 5 Jahren.

Welche Variante ist die beste?

Das hängt von der Gruppe ab. Chinese Checkers eignet sich hervorragend für größere Gruppen (bis zu 6 Spieler) und bietet durch das sternförmige Brett eine optisch ansprechende Spielfläche. Das klassische Halma bietet mehr strategische Tiefe mit seinen diagonalen Zügen und dem größeren Brett. Wer ein taktisch anspruchsvolleres Brettspiel bevorzugt, greift zum klassischen Halma.

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