Alle Schachfiguren erklärt – Züge, Werte und Besonderheiten
König, Dame, Turm, Läufer, Springer und Bauer – jede Schachfigur hat ihre eigenen Zugregeln und einen eigenen strategischen Wert. Hier lernst du alle Figuren von Grund auf kennen.
König – die wichtigste Schachfigur
Der König (♔) ist die wertvollste und gleichzeitig schwächste Figur im Schach. Er darf sich genau ein Feld in jede der acht Richtungen bewegen – horizontal, vertikal oder diagonal. Der König darf niemals ein Feld betreten, das von einer gegnerischen Figur angegriffen wird. Außerdem darf er sich nicht selbst ins Schach setzen.
Die besondere Regel: Der König kann gemeinsam mit dem Turm die Rochade ausführen – mehr dazu im Artikel über besondere Züge. Im Schach spielen online lässt sich die Rochade durch einen Klick auf den König und dann auf das Zielfeld ausführen.
Dame – die stärkste Schachfigur
Die Dame (♕) ist die mächtigste Schachfigur. Sie vereint die Zugmöglichkeiten von Turm und Läufer: Sie darf sich beliebig weit in alle acht Richtungen bewegen – horizontal, vertikal und diagonal. Der Wert der Dame entspricht ungefähr neun Bauern. Sie sollte daher gut geschützt und nicht leichtsinnig eingetauscht werden.
In der Schach-Strategie gilt: Die Dame sollte erst ins Spiel gebracht werden, wenn die kleineren Figuren (Springer, Läufer) schon entwickelt sind. Wer die Dame zu früh aggressiv einsetzt, riskiert, dass sie ständig angreifbaren Figuren ausweichen muss.
Turm – stark im Endspiel
Der Turm (♖) bewegt sich beliebig weit horizontal oder vertikal – aber nicht diagonal. Er ist besonders mächtig, wenn das Brett offener wird (also weniger Figuren darauf stehen). Im Endspiel gehören Türme zu den stärksten Figuren. Der Wert eines Turms entspricht etwa fünf Bauern.
Ein klassisches Manöver: Türme auf offenen Linien (ohne eigene oder gegnerische Bauern) platzieren. Wer die siebte Reihe mit einem Turm beherrscht, hat oft enormen Druck auf die gegnerische Stellung.
Läufer – schnell auf der Diagonale
Der Läufer (♗) bewegt sich beliebig weit diagonal. Jeder Spieler besitzt zwei Läufer – einer bleibt immer auf hellen, einer immer auf dunklen Feldern. Der Wert eines Läufers entspricht etwa drei Bauern. Zwei Läufer zusammen (das sogenannte „Läuferpaar") sind oft besonders stark, da sie gemeinsam alle Felder kontrollieren können.
Läufer entfalten ihre Stärke auf offenen Brettern ohne viele Bauern. In geschlossenen Stellungen kann ein Springer oft mehr ausrichten als ein Läufer.
Springer – die besondere Figur
Der Springer (♘) ist die einzige Schachfigur, die über andere Figuren springen kann. Er bewegt sich in L-Form: zwei Felder in eine Richtung und dann ein Feld seitlich (oder umgekehrt). Insgesamt kann er auf maximal acht Zielfelder ziehen. Der Springer wechselt dabei immer die Feldfarbe.
Springer sind besonders wertvoll in geschlossenen, bauernreichen Stellungen, wo Läufer und Türme blockiert sind. Der Wert eines Springers entspricht etwa drei Bauern. Ein „zentraler Springer" auf e5 oder d5 ist oft besonders gefährlich.
Bauer – das Fußvolk mit Potenzial
Der Bauer (♙) ist die häufigste und einzeln schwächste Figur. Er zieht immer nur vorwärts – ein Feld pro Zug. Beim ersten Zug darf er auch zwei Felder vorziehen. Schlagen kann er nur diagonal vorwärts (ein Feld).
Die besondere Stärke des Bauern: Wenn er die letzte Reihe erreicht, wird er zu einer anderen Figur umgewandelt – meistens zur Dame. Das nennt man Bauernumwandlung. Außerdem kann ein Bauer unter bestimmten Bedingungen en passant schlagen.
Figurenwerte im Schach – Übersicht
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